Beaumes-de-Venise und das Plateau des Courens
Die Aussicht und zwei schöne Kapellen
Wanderung
mittel
2 h 30 min
ja
ja
Ortschaft
Bergausrüstung
Einführung
Beaumes-de-Venise ist vor allem für seine Muskatellerweine bekannt. Doch die Region beherbergt auch zahlreiche historische Stätten, von denen wir einige auf dieser Tour besichtigen werden. Dazu gehören zwei grosse Kapellen, zwei Schlösser und zwei Steinbrüche. Wir steigen hinauf zum kleinen Plateau des Courens. Der Aufstieg lohnt sich auch wegen der herrlichen Panoramablicke.
Die Fakten
5,3 km Gesamtstrecke
2 h 30 min Gehzeit
280 m Gesamthöhenunterschied
Orientierung einfach, aber nicht immer markiert
Markierung 35% der Strecke
40% leichte Wege
40% befestigte ruhige Nebenstrassen
20% mittelschwere Wege
5% Forststrassen
<5% Feldwege
<5% Treppen
Gefahren Höhlen
Kinder ja, aber es ist lang
praktisch Picknick-Zeug
notwendig Bergschuhe, Wanderausrüstung und Wasser
GPS-Koordinaten (WGS84) des Start- und Endpunkts 44.12087897733109,5.028141086939842
Öffentliche Verkehrsmittel
Carpentras kann mit mehreren Fernbussen erreicht werden, siehe Zou! (nur französisch) sowie mit der Bahn TER PACA (nur französisch). Carpentras liegt 8 Kilometer vom Ausgangspunkt entfernt.
Anschliessend kamm man mit den Bussen von Trans'Cove (nur französisch) auf den Linien A.RP und J.RP weiterfahren, allerdings sind dies eher Schulbuslinien. Umstieg in Carpentras entweder an der Haltestelle Gandie oder am Busbahnhof, beide liegen nördlich des SNCF-Bahnhofs. Damit erreichen wir den Ausgangspunkt in Beaumes-de-Venise beim grossen Parkplatz. Siehe auch die Karte auf dieser Seite.
Es gibt Taxidienste in Carpentras und Beaumes-de-Venise.
Zufahrt mit dem Auto
Wir sind nördlich von Carpentras, östlich von Orange und südlich von Vaison-la-Romaine. Die schnellste Anfahrt über die Autobahn erfolgt auf der A7 und der Ausfahrt Vaison-la-Romaine. Folge den Schildern Richtung Sarrians, dann Richtung Beaumes-de-Venise und Beaumes-de-Venise Centre.
Sinnvolle Parkplätze
Folge an den beiden zentralen Kreisverkehren des Dorfes der Beschilderung zum Parkplatz mit 135 Stellplätzen. Auf diesem Parkplatz ist in der Regel genügend Platz vorhanden, ausser vielleicht an Markttagen in Beaumes-de-Venise. Dieser grosse Platz heisst Place du Marché, der Name stammt aus einer Zeit, als Märkte noch echte Verkaufszentren waren.
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Tiefblick auf Beaumes de Venise
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Parkplatz in Beaumes-de-Venise
Tipps
Dies ist eine Wanderung, die im Stadtzentrum beginnt. Allerdings geht es dabei auf sehr steilen Wegen bergauf und bergab.
Unterwegs kommen wir zu zwei bemerkenswerten Kapellen, von denen eine vor Kurzem renoviert wurde.
Entlang der gesamten Strecke gibt es kein Wasser, daher ist es unerlässlich, ausreichend Wasser mitzuführen.
Der Name des Dorfes Beaumes-de-Venise lässt sich folgendermassen erklären: Beaumes leitet sich von Baume, dem provenzalischen Wort für Höhle, ab. In der Gemeinde gibt es mehrere Höhlen, von denen wir einige während dieser Wanderung besichtigen werden. Venise ist eine Abwandlung von (Comtat) Venaissin, einem päpstlichen Territorium vom 13. Jahrhundert bis 1791, dann wurde es an Frankreich angegliedert. Dieses Gebiet gehört heute zum Département Vaucluse.
Die ganze Region ist eine Zone mit hohem Waldbrandrisiko. Im Sommer aber auch in anderen Saisonen zu Zeiten mit grosser Trockenheit oder bei starkem Wind, kann der Zugang zu den Waldgebieten reglementiert sein. Folglich können die Strassen für den Verkehr gesperrt sein und/oder die Wege für Wanderer verboten werden. Aktuelle Auskunft: Karte zum Zugang zu den Wäldern im Département Vaucluse (nur französisch). Die Karte zeigt die Farben Grün, Gelb, Orange und Rot, die den Gefahrenstufen entsprechen.
Die Abschnitte
- Von Beaumes-de-Venise zur Kapelle Notre-Dame d'Aubune.
- Über den Historischen Obstgarten auf das Plateau des Courens und die Grottes d'Ambrosi.
- Die Nekropole auf dem Plateau und die Kapelle St. Hilaire.
- Weiter zu den Castellas de Durban und direkt hinab nach Beaumes-de-Venise.
Abschnitt 1: Beaumes - Chapelle ND d'Aubune
➙ 1,5 km ... 30 min ➚ 35 m ➘ 20 m ↝ einfach
100% befestigte ruhige Nebenstrassen, ohne Markierung
Die Anhaltspunkte
- Parkplatz in Beaumes-de-Venise, 90 m
- Canal de Carpentras, 85 m
- Kapelle Notre-Dame d'Aubune, 100 m
Hier ist ein Fussweg, der aus dem Stadtzentrum hinausführt.
Wir verlassen den Parkplatz und gehen in Richtung Norden auf das grosse Gebäude zum gehen links herum und rechts an ein Gebäude mit einem Zinnenturm vorbei.
Das Rathaus befindet sich in der ehemaligen Burg der Dorfherrenfamilie Fortia de Pilles. Die Post ist in den alten Stallungen untergebracht. Es ist das Gebäude mit dem Zinnenturm.
Wir gehen durch ein Tor auf die Strasse nach Vacqueyras. Wir überqueren den Fussgängerüberweg und biegen links ab.
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Postamt und Rathaus von Beaumes-de-Venise
Wir biegen an der ersten Gelegenheit rechts ab. Dies ist der Chemin du Pasquier.
Pasquier ist ein provenzalisches Wort und bedeutet Weide. Wir gehen tatsächlich in Richtung der Hänge, wo früher Ziegen und Schafe gehalten wurden.
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Rechts in den Chemin du Pasquier einbiegen
An der nächsten Kreuzung biegen wir links ab und folgen wieder deutlicher der Richtung nach Westen.
Die Straße heißt Chemin derrière le Château (Weg hinter dem Schloss). Früher muss sie länger gewesen sein.
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Links halten am Chemin de derrière le château
Wir ignorieren die Sackgasse links und gehen geradeaus weiter in Richtung der Felder.
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Rechts halten auf dem Chemin de derrière le château
Schliesslich erreichen wir einen Kanal.
Die Idee, das Comtat Venaissin mit Wasser aus der Durance zu bewässern, reicht bis ins Mittelalter zurück. Das heutige Projekt wurde jedoch erst im 19. Jahrhundert realisiert. Der Carpentras-Kanal wurde 1857 eingeweiht. Der Hauptkanal ist 65 Kilometer lang. Durch den Bau dieses Kanals wurden Weideflächen und sogar Buschland in Felder für Gemüse umgewandelt. Dies veränderte die Landwirtschaft der Region grundlegend.
Heute sind die Gemüsefelder Weinbergen gewichen. Beaumes-de-Venise ist berühmt für seinen süssen Muskatellerwein. Diese Weinbautradition ist uralt, wie Plinius der Ältere in seiner Naturalis historia erwähnt: "Es gibt eine Art natürlichen Likör in der Provinz Narbonne, insbesondere bei den Volonces (Einwohnern von Vaison-la-Romaine), der zwischen Likör und Wein liegt."
Gehe an den folgenden Kreuzungen geradeaus weiter.
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Folge dem Canal de Carpentras
Wir verlassen den Kanal, und vor uns taucht zwischen den Bäumen die grosse Kapelle auf.
Die Kapelle Notre-Dame d'Aubune liegt am Fusse des Plateau des Courens. Der Name Aubune leitet sich vermutlich vom keltischen Wort Alp ab, welches Höhe bedeutet. In gallo-römischer Zeit muss der Ort bereits verehrt worden sein, da hier eine ergiebige Quelle entspringt. Eine Merkurstatue wurde dort gefunden.
Eine Inschrift auf dem Grab einer jungen Frau namens Epyminia stammt aus dem 5. Jahrhundert. Eine erste Kapelle wurde um das 6. Jahrhundert errichtet.
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Ankunft bei der Notre-Dame d'Aubune-Kapelle
Biegen wir zunächst vor der Kapelle links ab.
Das Priorat selbst wird erstmals im 12. Jahrhundert erwähnt. Der Bau der Kapelle fand zwischen 1125 und 1180 statt. Die Gewölbe stürzten jedoch 1561 ein, was auf eine lange Zeit der Vernachlässigung zuvor hindeutet.
Die Gebäude wurden im 17. Jahrhundert mit einem neuen nördlichen Seitenschiff wiederaufgebaut. Der westliche Teil ist mit einer Einsiedelei umgeben, die bis ins 19. Jahrhundert als Unterkunft für Pilger diente.
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Die Apsiden und der Chor der Aubune-Kapelle
Hier finden wir einen nachgebildeten Garten.
Dieser Garten übernimmt die Form und die Pflanzen mittelalterlicher Abteigärten. Im Kapitular von Villis erliss Karl der Grosse um 795 eine Liste mit 88 Pflanzen, die in allen kaiserlichen Gütern, Abteien und Spitälern angepflanzt werden sollten. Der Garten von Aubune wurde 2015 neu angelegt. Er umfasst in den quadratischen Beeten Planzen, welche nach ihrer Verwendung geordnet sind: kulinarische Pfanzen, aromatische Kräuter, medizinische Gewächse, Pflanzen für Farbstoffe, für Parfum oder nur für ihre Blumenpracht. Die Pflanzen stammen zum Teil vom Hügel des Plateau des Courens.
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Der mittelalterliche Garten der Chapelle d'Aubune
Gehen wir wieder hinaus vor die Kapelle.
Über den Bau der Kapelle ranken sich einige fantastische Legenden. So wird beispielsweise behauptet, Karl Martell habe sie aus Dankbarkeit für einen fränkischen Sieg über die Sarazenen errichten lassen. Allerdings gibt es ein grosses Problem mit den Datierungen: eine frühere Kapelle an diesem Ort stammt aus dem 6. Jahrhundert. Martell lebte im 8. Jahrhundert, und die heutige Kapelle wurde ab dem 11. Jahrhundert erbaut. Die Einheimischen behaupten, Karl der Grosse habe die Kapelle erbaut, doch auch das ist unmöglich, da der König der Franken im 8. und 9. Jahrhundert lebte.
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Der Glockenturm der Notre-Dame d'Aubune-Kapelle
Man muss etwas zurücktreten, um die Details des Glockenturms zu bewundern.
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Detail der Südseite des Glockenturms der Chapelle Notre-Dame d'Aubune
Die Académie de Beaumes-de-Venise bietet von März bis September jeden Donnerstag und am letzten Samstag im Monat von 10 bis 12 Uhr Führungen an. Diese beinhalten einen Besuch der Einsiedelei und des unterirdischen Quellgangs.
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Integrierte Vorhalle der Chapelle Notre-Dame d'Aubune
Der Zutritt zum Inneren der Kapelle ist aus Sicherheitsgründen weiterhin verboten.
Das beigefügte Foto stammt aus dem Jahr 2013.
Barockes Kirchenschiff der Chapelle ND d'Aubune
Von der Entfernung, aus der man den Glockenturm bewundert, kann man auch den Bergrücken sehen. Mit etwas Glück entdeckt man dort eine weitere strahlend weisse Kapelle.
Das Dorf Beaumes schmiegt sich an den südlichen Fuss des Plateau des Courens. Dieser Bergrücken schützt den Ort vor dem Mistral. Das Plateau ist ein Ausläufer der Dentelles de Montmirail. Es ist nur einen Kilometer lang und selten breiter als 100 Meter. Seine steilen Hänge im Süden, Norden und Osten machten es zu einem strategisch wichtigen Verteidigungsbreich.
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Blick zur weissen Chapelle de St. Hilaire
Abschnitt 2: Chapelle ND d'Abune - Grottes d'Ambrosi
➙ 1,3 km ... 45 min ➚ 150 m ➘ 30 m ↝ einfach
65% leichte Wege, mit Markierung
35% mittelschwere Wege, ohne Markierung
Die Anhaltspunkte
- Historischer Garten, 90 m
- Forge, 170 m
- Höhlen Grottes d'Ambrosi, 225 m
Dieser Abschnitt umfasst den Grossteil des Höhenunterschieds der Tour. Er führt an mehreren historischen Stätten vorbei, darunter Obstgärten, eine Schmiede und Steinbrüche.
Wir gehen von der Kapelle weiter nach Westen. An einer Kreuzung biegen wir rechts ab und gehen bergauf. Dort befindet sich links eine Informationstafel über den Bereich vor uns.
Ein anderer Verein, Les Courens, pflegt den terrassenförmig angelegten Obstgarten. Trockenmauern werden in der Provence Restanque genannt, hier heissen sie jedoch Bancau.
Diese Terrassenfelder stammen aus dem 18. Jahrhundert. Damals wuchs die Bevölkerung, und der Ackerbau in der Ebene mit einem Brachejahr reichte nicht mehr aus. Die Terrassen waren anfangs sehr karg, doch durch Düngung und Bewässerung konnten die Pflanzen dichter angebaut werden als auf den Feldern in der Ebene. Weizen wurde unter den Olivenbäumen und zwischen den Reben gepflanzt.
1857 wurde der bereits erwähnte Carpentras-Kanal in Betrieb genommen. Dies führte zu einer Intensivierung der Obst- und Gemüseproduktion in der Ebene, um die grossen Städte zu versorgen. Die Terrassen wurden während verschiedener Agrarkrisen, darunter Krankheiten an Weinreben und Maulbeerbäumen, aufgegeben. Anschliessend wurden sie hauptsächlich in Olivenhaine umgewandelt. Den endgültigen Schlag versetzte der Frost von 1956, der zahlreiche Olivenbäume vernichtete. Einige überlebten jedoch und stützen mit ihren Wurzeln bis heute die Terrassen.
Der Verein Les Courens revitalisiert diesen Bereich, indem er das Land rodet, die Mauern wiederaufbaut und in Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren verschiedene Nutzpflanzen erprobt.
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Karte des historischen Obstgartens von Beaumes
Foto eines Schildes vor Ort
Zuerst gehen wir unter den Ruinen des Scheune Grange Laget hindurch. Davor und darunter sind die ersten restaurierten Terrassen zu sehen.
Hinter der Terrasse und direkt unter der Scheune befand sich ein Steinbruch, in dem noch Spuren einer Spitzhacke sichtbar sind. Dies ist Punkt 1 auf der Karte oben.
Es handelt sich um eine Spitzhacke für weiches Gestein, die bereits den Römern bekannt war. Mit ihr lässt sich eine vertikale Rille in eine Gesteinsplatte schlagen, deren Tiefe der Grösse der Spitzhacke entspricht. Diese Rille markiert den Bereich, der abgebaut werden soll. Der Block wird dann mit Stahlkeilen entfernt. Für grössere Blöcke wird auch angefeuchtetes Holz verwendet. Durch das Aufquellen lässt sich der Block ohne zusätzlichen Kraftaufwand lösen.
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Ruine der Grange Laget
Der Weg unterhalb des historischen Obstgartens steigt sanft an. Wir gehen unter weiteren, tiefer gelegenen Terrassen hindurch, wo sich der Schulgarten von Beaumes befindet. Dies ist Punkt 2 auf der Karte oben.
Natürlich verändern sich diese Gemüsegärten je nach Jahreszeit stark.
Geradeaus befinden oft sich Bienenstöcke. Sie sind nicht immer da. Dies ist Punkt 3 auf der obigen Karte.
An dieser Stelle biegen wir rechts ab und gehen weiter bergauf zwischen den Terrassen hindurch.
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Schild im historischen Obstgarten von Beaumes de Venise
Zwischen den Terrassen wächst auch der Kapernstrauch, dessen Blütenknospen Kapern hervorbringen. Dies ist Punkt 4 auf der obigen Karte.
Es handelt sich um eine sehr robuste Pflanze, die angepflanzt wurde, als die Terrassen nach und nach aufgegeben wurden. Sie gedeiht auch am Hang. Die Blütenknospen werden in Essig eingelegt und sind ein fester Bestandteil der mediterranen Küche.
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Blick zurück zur Chapelle d'Aubune
Oft hat man einen freien Blick auf den großen Glockenturm der Aubune-Kapelle.
Es gibt viele Wege, und das Ziel ist immer, zum Weg zu gelangen, der oberhalb des neu gestalteten Gemüsegartens verläuft. Dies ist direkt oberhalb der Ruine der Scheune möglich.
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Weg oberhalb der Grange Laget und der Chapelle d'Aubune
Vielleicht sind wir nicht rechtzeitig aufwärts gegangen. In diesem Fall können wir hier auf den gepflasterten Wegen zwischen den neuen Steinmauern noch hoch.
Vor uns, zwischen den Mauern, wachsen Weinreben, die hier als Muscadières bekannt sind.
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Restaurierte Trockensteinmauern
Hier befinden wir uns bereits auf dem oberen Weg. Wir können zurück in den Garten blicken, der sich Jahr für Jahr verändert. Hier gibt es auch eine kleine Büchertauschbörse.
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Bücher im historischen Obstgartens von Beaumes de Venise
Der aufsteigende Pfad ist uralt und führt stetig bergauf, anfangs geradlinig.
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Der Weg zur St.-Hilaire-Kapelle
Die gelb-roten Markierungen kennzeichnen einen Fernwanderweg (GR).
Wir sind auf einem Verbindungsweg zum Fernwanderweg GR de Pays des Dentelles de Montmirail, der nördlich des Plateau des Courens verläuft.
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Wegweiser zur St.-Hilaire-Kapelle
Nach zwei kurzen Serpentinen erreichen wir die Schmiede des Steinbruchs Aubune, der weiter hinten in Betrieb war.
Der genaue Beginn des Steinbruchs ist unklar. Bekannt ist lediglich, dass dort von 1844 bis 1935 noch Stein abgebaut wurde. Der Steinbruch gehörte der Gemeinde Beaumes. Es wurden 150 Kubikmeter Gestein in Form von Bausteinen gewonnen, die beispielsweise für den Bau der Pfarrkirche verwendet wurden.
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Die Schmiede des historischen Obstgartens von Beaumes de Venise
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Amboss in der Schmiede
Vor der Schmiede befindet sich eine Art Terrasse, die vom Abraum des Steinbruchs geformt wurde. Von hier aus hat man einen guten Blick zurück zur Kapelle und weiter hinten nach Beaumes-de-Venise.
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Blick von der Schmiede zurück zur Chapelle d'Aubune
Der Aufstieg ist noch nicht zu Ende, er verläuft in gleichmässigem Gefälle, aber ohne grössere Schwierigkeiten.
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Aufstieg am Weg zur St.-Hilaire-Kapelle
Der Pfad schlängelt sich in mehreren kurzen Serpentinen bergauf.
Hinter der niedrigen Mauer liegt der obere Teil des alten Steinbruchs.
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Eine Kehre auf dem Weg zur St.-Hilaire-Kapelle
Der Pfad führt uns zwischen schrägen Kalksteinplatten hindurch. Weiter oben bilden diese einen Felskamm.
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Felsplatte kurz vor dem Plateau des Courens
Der steile Anstieg endet unerwartet und abrupt. Wir erreichen eine Weggabelung, an der wir den Wegmarkierungen nach rechts folgen.
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Überquerung des Courens-Plateaus
Entlang dieses südlichen Felskamms des Courens-Plateaus befinden sich mehrere beeindruckend grosse Felsen.
Ein Stück weiter hinten trägt der Felsen den Namen Teufelsfelsen (Rocher du Diable). Der Legende nach versuchte der Teufel, die darunterliegende Kapelle (Notre-Dame d'Aubune) zu zerstören, doch die Jungfrau Maria versteinerte ihn mit ihrem Spinnrocken.
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Weg hinter den Felsen auf dem Südkamm des Courens-Plateaus
Ein Stück weiter bietet sich ein steiler Blick hinunter zur Kapelle Notre-Dame d'Aubune.
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Kalksteinplatten und direkter Blick auf den Glockenturm der Aubune-Kapelle
Das Plateau ist übersät mit Spuren menschlicher Aktivität, wie beispielsweise dieser niedrigen Mauer, die einst eine Terrasse stützte.
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Eine Trockensteinmauer auf dem Südkamm des Courens-Plateaus
Am Teufelsfelsen gabelt sich unser Weg nach links. Wir folgen weiterhin den gelben und roten Markierungen.
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Abzweigung zum Südkamm des Courens-Plateaus
Der Weg führt nun von Süden nach Norden über das Plateau. Es ist nicht flach. Wir passieren mehrere verlassene Terrassen.
Schliesslich erreichen wir einen richtigen Pass, der gleichzeitig eine Weggabelung bildet. Wir überqueren ihn und nehmen den kleinen, unmarkierten Weg links.
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Überquerung des Nordkamms
Ganz im Norden des Plateau des Courens führt dieser Weg zu sechs Höhlen.
Sie dienten in prähistorischer Zeit als Unterstand.
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Weg zu den Ambrosi-Höhlen vom Nordkamm des Courens
Manche sind winzig, andere haben versperrte Eingänge.
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Die erste kleine Ambrosi-Höhle
Diese hier ist mit Schutt und Erde gefüllt, die ursprüngliche Öffnung ist zweifellos viel grösser.
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Die zweite kleine Ambrosi-Höhle
Dasselbe gilt hier;, der Eingang ist versperrt. Aber gehen wir weiter, es gibt grössere, versprochen!
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Die dritte kleine Ambrosi-Höhle ist verfüllt
Die vierte Höhle ist grösser und leichter zugänglich. Man kann einige Meter hineingehen, bevor man auf Erdreich stösst, das den weiteren Weg versperrt.
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Die vierte Ambrosi-Höhle ist grösser
Die fünfte Höhle ist die grösste. Sie hat zwei Eingänge auf gleicher Höhe, sodass man sie durchqueren kann. Oben befindet sich ausserdem eine Öffnung, durch welche Licht einfällt.
Betreten wir die Höhle durch den östlichen Eingang, das ist die Seite, von der wir kommen.
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Die fünfte Ambrosi-Höhle Höhle
Um zum westlichen Ausgang zu gelangen, muss man über einige Steine steigen.
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Durchgang zum zweiten Eingang der fünften Ambrosi-Höhle
Die sechste und letzte Höhle ist wieder zugeschüttet, allerdings ist ein Durchgang offen, wo man durch Klettern durchkommt.
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Die sechste Ambrosi-Höhle ist kleiner
Der Weg vor den Höhlen ist mit Steinblöcken unterschiedlicher Grösse übersät. Diese sind nicht natürlichen Ursprungs.
Es handelt sich um eine Art Abraum, also Überreste aus der Zeit, als hier Mühlsteine abgebaut wurden. Dies geschah vom Beginn unserer Zeitrechnung bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Je nach Grösse wurden diese Mühlsteine in Öl- oder Getreidemühlen verwendet.
Der Pfad führt weiter entlang des Bergrückens, doch dahinter gibt es keine Höhlen mehr. Also kehren wir um.
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Der Weg unterhalb der Ambrosi-Höhlen
Auf dem Rückweg zum Pass blicken wir nach Nordosten. In der Ferne erhebt sich erneut der Mont Ventoux.
Die frisch renovierte Kapelle St. Hilaire erstrahlt hell auf unserem Bergrücken.
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Blick von den Ambrosi-Höhlen auf die Kapelle St. Hilaire und den Mont Ventoux
Abschnitt 3: Grottes d'Ambrosi - Chapelle St. Hilaire
➙ 0,6 km ... 30 min ➚ 30 m ➘ 10 m ↝ einfach
10% leichte Wege, mit Markierung
25% mittelschwere Wege, ohne Markierung
65% leichte Wege, mit Markierung
Die Anhaltspunkte
- Sattel an der Nordkante, 230 m
- Nekropole
- Kapelle St. Hilaire
Auf dieser kurzen Etappe gehen wir den ersten Teil des Plateau des Courens ab. Es ist hier nicht flach, aber wir finden alte Verlassenschaften.
Wir kehren zur Weggabelung am Pass zurück. Wir überqueren ihn diagonal und folgen dem Pfad südlich hinter dem nördlichen Bergrücken weiter nach Osten.
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Kreuzung auf dem nördlichen Bergrücken der Courens
Der Pfad steigt ein kurzes Stück an. Die Markierungen sind nun blau.
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Weg nach der Überquerung des Nordkamms
Wir passieren einige alte Terrassen.
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Weg und niedrige Mauern auf dem Plateau des Courens
Eine Ruine rechts, unterhalb des Wegs, dient als Orientierungspunkt für den weiteren Verlauf.
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Ruinen einer Trockensteinhütte auf dem Plateau des Courens
Nach einigen etwas grösseren Bäumen erreichen wir eine Weggabelung. Der Hauptweg (und unsere spätere Route) führt links bergauf. Wir steigen jedoch zunächst rechts ab und machen so einen kurzen Abstecher.
Dadurch überqueren wir das Plateau nach Süden.
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Weg auf dem Plateau des Courens
Am südlichen Rand des Plateaus erreichen wir eine Lichtung mit Felsengräbern.
Die weitläufige Nekropole aus den frühen Jahrhunderten des Christentums besteht aus etwa fünfzig Gräbern. Diese Gräber müssen schon viel früher geplündert worden sein.
Wir kehren dann zur vorherigen Weggabelung zurück.
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Sarkophag der Nekropole
Foto eines Schildes vor Ort
Der Weg steigt dann wieder an. Zu unseren Füssen befinden sich noch immer alte Steinmauern.
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Weg auf dem Plateau des Courens
Der Weg biegt links ab, doch wenn er sich wieder nach rechts wendet, können wir weiter zu einem Aussichtspunkt gehen.
Wir steigen erneut über alte Steinmauern hinauf. Die oberste diente eindeutig der Verteidigung, da sie den Bergrücken erhöht.
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Mauern auf dem nördlichen Bergrücken der Courens
Der Blick schweift über die Weinberge der Vaubelle am Fusse der Vaucluse-Berge, die sich weiter in die Ebene erstrecken, welche von den Flüssen Ouvèze und Aygues gebildet wird.
Wir kehren dann auf den blau markierten Weg zurück und halten uns links.
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Champs de Vaubelle nordwestlich des Plateau des Courens
Das Plateau ist hier besonders schmal, und der Weg führt uns anschliessend an seinem südlichen Rand entlang.
Hier haben wir einen direkten Blick auf Beaumes-de-Venise und die Ruine seiner Burg.
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Blick über das Zentrum von Beaumes-de-Venise
Geradeaus steht die Kapelle Saint-Hilaire.
Diese Kapelle stammt aus dem 6. Jahrhundert und ist ein Beispiel frühchristlicher Architektur. Sie ist ein romanisches Gebäude, das nach dem traditionellen lateinischen Kreuzgrundriss errichtet wurde und eines der frühesten Zeugen des Christentums in der Provence.
Die Kapelle wurde vermutlich von den Sarazenen, die die Region zu Beginn des 8. Jahrhunderts verwüsteten, zerstört und niedergebrannt. Man nimmt an, dass sie im 12. Jahrhundert von Mönchen, die unter dem Schutz der Herren von Durban, der weiter östlich auf dem Plateau gelegenen Burgruine, lebten, wiederaufgebaut wurde.
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Die restaurierte Kapelle St. Hilaire auf dem Plateau des Courens
Sie ist ganz weiss und wirkt fast wie neu. Das liegt daran, dass sie ab 2012 aus einem Zustand fortgeschrittenen Verfalls restauriert wurde. Frühere Fotos zeigen lediglich die Seitenmauern und den einzelnen Bogen des Querschiffgewölbes. Die Restaurierungsarbeiten wurden 2021 abgeschlossen.
Schwertlilien wachsen in der Provence gerne auf Kalkböden, hier wurden sie jedoch grossflächig angepflanzt.
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Schwertlilienfeld vor der restaurierten Chapelle de St. Hilaire
Die Renovierung der Kapelle wurde vom Erzbischof von Avignon geleitet. Sie wurde 2019 geweiht.
Rund um die Kapelle finden sich zahlreiche schlichte religiöse Gegenstände.
Unterhalb der Wand dieses Kreuzes befindet sich ein Kreuzweg.
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Ein Kreuz mit dem Symbol der Heiligen Nägel und die Chapelle de St. Hilaire
Die Gärten sind wunderschön angelegt.
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Garten unterhalb der St.-Hilaire-Kapelle Hilaire
Hilaire ist der erste zweifelsfrei bekannte Bischof von Poitiers, seine Amtszeit war im 4. Jahrhundert. Er wurde verbannt, weil er den trinitarischen Glauben in einem Gallien verteidigte, das dem Arianismus anhing. Dieser besagt, dass allein der Vater Gott ist und Jesus nur ein Mensch war.
Der sehr schlichte Grundriss zeigt deutlich die Merkmale frühromanischer Architektur. Das lange Langhaus führt zu einem Querschiff und endet in einer halbrunden Apsis mit vier Metern Durchmesser.
Der damals üblichen Bauweise folgend, ist die nach Osten ausgerichtete Kirche mit ihrer eigentlichen Fassade nach Süden gerichtet. Die Haupttür befindet sich in der Mitte dieser Fassade. Im Westen ist eine weitere kleine Tür in einer Ecke der Wand zu finden.
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Die restaurierte St.-Hilaire-Kapelle
Die Kapelle ist mit Steinplatten (Lauzes) gedeckt.
Lauzes sind flache Natursteine, die zur Dacheindeckung verwendet werden, in diesem Fall Kalkstein. Diese Art der Dacheindeckung erfordert ein sehr massives Holzgerüst oder ein solides Gewölbe, wie es auch bei dieser Kapelle der Fall ist.
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Nordwand und Glockenturm der restaurierten Kapelle
Die Kapelle ist nicht offen, und es scheint, dass bei der Renovierung eine kleine Öffnung in den Türen vergessen wurde, um einen Blick ins Innere zu ermöglichen. Dieser Blick erfolgt durch die Öffnung in der Apsis.
Dieses religiöse Gebäude war schon immer frei von jeglicher nennenswerter Dekoration, weder innen noch außen.
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Blick in das Kirchenschiff der restaurierten Kapelle
Nördlich der Kapelle befindet sich ein weiterer Aussichtspunkt mit Blick nach Norden.
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Aussichtspunkt nördlich der Chapelle de St. Hilaire
Man sieht über Weinberge. Im Hintergrund, rechts von der Bildmitte, erhebt sich der Bergrücken Crête de la Salle in den Dentelles de Montmirail.
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Nordpanorama von St.-Hilaire-Kapelle
Das Plateau ist hier offen, und man kann auch nach Süden in Richtung der Ebene von Carpentras blicken.
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Südpanorama von der Chapelle de St. Hilaire
Abschnitt 4: Chapelle St. Hilaire - Beaumes
➙ 2 km ... 50 min ➚ 60 m ➘ 215 m ↝ einfach
30% leichte Wege, ohne Markierung
20% mittelschwere Wege, schlechte Markierung
10% Forststrassen, ohne Markierung
10% leichte Wege, schlechte Markierung
10% befestigte ruhige Nebenstrassen, ohne Markierung
5% Feldwege, ohne Markierung
5% leichte Wege, ohne Markierung
<5% Treppen, ohne Markierung
15% befestigte ruhige Nebenstrassen, ohne Markierung
Die Anhaltspunkte
- Kapelle St. Hilaire, 255 m
- Castellas de Durban, 255 m
- Höhlenzimmer, 190 m
- Ruine der Burg, 135 m
- Parkplatz Beaumes-de-Venise, 90 m
Wir haben ein paar Meter Zeit zum Durchatmen, dann beginnt der schwindelerregende Abstieg zurück zum Ausgangspunkt.
Östlich der Kapelle erstrecken sich lange, schmale Weinfelder. Das Gelände ist hier flacher und der Boden stärker bearbeitet.
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Reben auf dem Plateau des Courens
Man kann auf beiden Seiten des ersten Feldes entlanggehen.
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Weg auf dem Plateau des Courens östlich Kapelle
Diese Felder sind von Baumreihen durchsetzt und weisen Höhenunterschiede auf. Hier sehen wir ein letztes Mal auf die Kapelle St. Hilaire zurück.
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Reben östlich der St.-Hilaire-Kapelle
Ein Marterl markiert ebenfalls die Grenze zwischen diesen Feldern.
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Ein Marterl östlich der Chapelle de St. Hilaire
Das zweite Feld ist etwas länger, hier hält man sich am besten an der Nordseite, also links.
Am Ende befindet sich ein Hang, den wir links umgehen.
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Weg und Weinberge auf dem Plateau des Courens
Danach ändert sich die Landschaft leicht. Wir gehen rechts am Feld vorbei, aber links des kleinen Felsrückens.
Wenn man annimmt, dass die Kalksteinplatte links unter den Reben flach verläuft, können wir davon ausgehen, dass die Bodenschicht sehr dünn ist.
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Östlichstew Weinfeld auf dem Plateau des Courens
Diese letzte Weinfeld fällt in Richtung Castellas ab.
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Weinberg vor dem Castellas de Durban
Das Castellas wird derzeit renoviert und der Zutritt ist bis zur Stabilisierung der Mauern gesperrt.
Die keltisch-ligurischen Völker siedelten sich bevorzugt auf dem Gipfel des Plateaus an, um sich vor der Unsicherheit der Ebene zu schützen. Sie errichteten ein Oppidum und blieben hauptsächlich auf der Westseite des Felsrückens. Die Gallo-Römer besiedelten später die Ostseite. Während der Jahrhunderte der Pax Romana (die hier von etwa 100 v. Chr. bis 400 n. Chr. andauerte) zog die Bevölkerung in die Ebene um Notre-Dame d'Aubune und in das heutige Dorf Beaumes. In der Zeit der Invasionen (ab dem 5. Jahrhundert) wurde das Oppidum erneut besiedelt. Das Dorf Durban überdauerte trotz mehrerer Zerstörungen bis ins 18. Jahrhundert.
Am östlichen Ende befinden sich die Ruinen dieses Dorfes und die Überreste des Castellas von Durban. Es wurden zwischen dem 8. und 12. Jahrhundert erbaut. Die Burg wurde vermutlich im 14. Jahrhundert während des Hundertjährigen Krieges zerstört.
Ihre erhöhte Lage, kombiniert mit den landwirtschaftlichen Flächen und Wasserressourcen in der Ebene, machte den Bau von Regenwasserzisternen und unterirdischen Getreidesilos notwendig. Diese Teile sind bis heute erhalten.
Ein Verein setzt sich für den Erhalt der Überreste der Burg ein. Während der Restaurierungsarbeiten, die mehrere Jahre dauern werden, ist der Zugang gesperrt.
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Karte des Castellas de Durban
Foto eines Schildes vor Ort
Wir biegen somit direkt vor dem Tor rechts ab.
Hier beginnt ein direkter Abstieg zurück zum Ausgangspunkt. Der Abschnitt im Gelämnde ist gelb markiert.
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Kurve beim Castellas de Durban
Wir gehen direkt in Richtung Stadt.
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Abstieg unterhalb des Castellas de Durban
Der Blick auf Beaumes-de-Venise ist herrlich.
In der Ferne erhebt sich das Vaucluse-Plateau mit dem Luberon-Gebirge.
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Blick auf Beaumes-de-Venise vom Castellas de Durban
Für einen etwas weniger steilen Abstieg halten wir uns rechts und durchqueren diese Felsspalte.
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Abstieg durch eine Felsspalte
Das Gefälle bleibt jedoch recht steil. Der Pfad machtmehrere kleine Kurven bergab.
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Abstieg unterhalb des Castellas de Durban
Wir befinden uns auf einem alten Weg zwischen dem Castellas und dem Dorf Beaumes. Einige der Platten wurden offensichtlich verlegt. Allerdings wird dieser Weg nicht instand gehalten.
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Abstieg über Steinplatten
Es gibt nur wenige gemütliche Abschnitte. Selbst wenn es fast eben ist, geht es immer noch bergab.
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Kurzer, flacher Abschnitt unterhalb des Castellas de Durban
Manchmal haben wir einen Blick zurück auf die Ruinen des Castellas de Durban. Die Mauern sind eindeutig sehr baufällig.
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Ruinen des Castellas de Durban
Es gibt auch einige ungewöhnliche Abschnitte, wie diesen hier unter einer Trockensteinmauer.
Der Weg biegt bald rechts ab und führt bergab zu einer Weggabelung. Wir halten uns weiter rechts und wandern sogar wieder nach Westen. Wir befinden uns kurz oberhalb eines Forstwegs, aber der Abstieg liegt noch ein Stück weiter vorn.
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Der Pfad zwischen den Terrassen unterhalb des Castellas de Durban
Plötzlich erreichen wir den Forstweg Chemin des Gonets.
Dort müssen wir wieder nach Osten gehen.
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Der Pfad mündet in den Chemin des Gonnets
Wir gehen etwa 200 Meter auf dieser ebenen Strasse.
Wir suchen nach einem Pfad, der rechts abzweigt, wo die Strasse nach links abbiegt.
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Der Chemin des Gonnets und der Abstieg nach Beaumes
Wir sind wieder am steilen Hang, an dem wir zuvor waren.
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Abstieg nach Beaumes de Venise
Lichtungen im Wald lassen uns erkennen, dass wir uns Beaumes nähern.
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Blick auf Beaumes de Venise
Unser Weg führt durch eine Rinne im Fels.
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Pfad in einem Felsrinne
Der Weg bringt uns an diesem Höhlenzimmer vorbei.
Es hat einen rechteckigen Eingang und eine Art horizontalen Schießschlitz, der natürlichen Ursprungs oder zufällig entstanden sein könnte. Diese Art von Bauwerk findet sich häufig in weicherem Gestein. Sie dienten selten als tatsächliche Wohnstätten, sondern waren meist Keller oder Schuppen.
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Höhlenkammer nördlich von Beaumes de Venise
Von innen kann man erkennen, dass das Gestein bearbeitet wurde, um einen Türrahmen aufzunehmen.
Mehrere Höhlenbauten befinden sich in der Gemeinde Beaumes-de-Venise. Ein weiterer, der Rocher de Rocalinaud, liegt östlich des Ortes.
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In der Höhlenkammer nördlich von Beaumes
Das Wappen von Beaumes-de-Venise ist gegenüber des Höhlenzimmers eingraviert. Da das Gestein weich ist, ist diese Darstellung zweifellos jünger als die Wohnung selbst.
Anders als in vielen anderen Gemeinden enthält das Wappen nicht die Symbole der ehemaligen Herren des Ortes. Seit dem 14. Jahrhundert befinden sich hier drei Kapellen, welche die drei christlichen Gruppen des Dorfes repräsentieren: Saint-Véran (im Südosten), Beaumes und Aubune.
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Wappen des Dorfes Beaumes de Venise
Der Weg führt weiter in einem Hohlweg, wo er zwei Kurven beschreibt.
Er mündet in eine Villensiedlung. Wir gehen die asphaltierte Strasse weiter hinunter und folgen ihr, auch wenn sie nach links abbiegt.
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Hohlweg hinab nach Beaumes de Venise
Kurz vor den ersten Häusern biegen wir rechts auf den Feldweg ab.
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Durchgang östlich des Burgruinenhügels
Rechts sehen wir die letzten Überreste von der Burg von Beaumes, welche bereits im 15. Jahrhundert verfiel.
Die Mauern sind über zugewachsene Pfade erreichbar. Da man dort nicht viel erkennen kann, lassen wir die Ruinen links liegen.
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Weinberge und die Ruine der Burg von Beaumes de Venise
Unser Weg führt ein letztes Mal in einen Wald zurück in die Richtung, aus der wir von der Strasse gekommen sind.
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Weg östlich des Burgruinenhügels
Er steigt leicht an.
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Aufstieg östlich des Burgruinenhügels
Wir erreichen die andere Seite und befinden uns direkt in der Stadt. Wir gehen eine Treppe hinunter zu einem kleinen Platz und biegen rechts ab, um unter dem Tor Portail Neuf hindurch in die Altstadt zu gelangen.
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Portail neuf im Nordosten von Beaumes de Venise
Man kann die engen Gassen nach Belieben hinuntergehen. Halte dich einfach leicht rechts, um die Stadtmauer bei der Kirche zu verlassen.
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Brunnen und Halle auf der Place de la Liberté in Beaumes
Wir befinden uns nun in der Rue de la République, die zu einem weiteren Durchgang führt, durch den wir die mittelalterliche Stadtmauer erneut verlassen.
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Hinab über die Rue de la République zur Kirche
Der Durchgang am Kirchentor führt direkt zum Kircheneingang. Die Abendsonne beleuchtet die Fassade.
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Durchgang zum Kirchplatz
Die Kirche Saint-Nazaire wurde 1562 von Protestanten geplündert und während der Französischen Revolution verwüstet. Sie wurde 1849 im neoromanischen Stil wiederaufgebaut.
Vom Kirchplatz aus hat man einen Blick auf einen Kreisverkehr, von dem aus man den Parkplatz, den Ausgangspunkt, sehen kann. Der Bus hält ebenfalls am Fusse des Kreisverkehrs vor dem Parkplatz.
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Die Kirche von Beaumes de Venise
Quelle und weiterführende Info
Mit guten topographischen Wanderkarten ist man besser unterwegs: Diese Tour befindet sich auf der Karte IGN "Carpentras, Vaison-la-Romaine, Dentelles de Montmirail", Massstab 1:25000, 3040ET.
Wenn du dich nicht mit einer Papierkarte herumschlagen willst, kannst du auch auf Karten-Apps am Handy zurückgreifen. Einerseits handelt es sich um die App Cartes IGN des amtlichen Kartendienstes. Allerdings benötigt es Zugang zum Datennetz und das ist in Schluchten oder abgelegenen Orten manchmal schwierig.
Alternativ kann man Apps nutzen, die Daten direkt auf dem Gerät speichern. Sie sind im Allgemeinen nicht kostenlos, kosten aber nicht viel. Wir verwenden hauptsächlich OSMAnd, Hier ist es möglich, Konturlinien, Reliefschattierungen, Markierungen und andere hinzuzufügen. Um diese Daten auf dem Handy zu speichern, benötigt man viel Platz.
Natürlich braucht es auch Zugang zu Satelliten für das GPS-Signal mit jeder App. In einigen Schluchten ist dies nicht der Fall. Verlasse dich daher nicht auf die angezeigte Position, sondern lies die Karte auf dem Handy so, wie du sie auf Papier lesen würdest. Die meisten Apps sind für Android und iPhone verfügbar. Die Anwendungen ermöglichen es in der Regel, die zurückgelegte Strecke aufzuzeichnen und auch die angebotenen GPS-Dateien zu jeder unserer Wanderungen einzublenden.
Keine Vervielfältigung ohne schriftlicher Zustimmung des Autors zulässig. (id8378)
Kaktusblüte