Die archäologische Stätte von St. Blaise

Ein historischer Platz inmitten der Teiche südlich von Istres

Typ
Spaziergang
Schwierigkeit
einfach
Dauer
1 h
öffentliche Verkehrsmittel
nein
Rundtour
ja
Schutzhütte
nein
Ausrüstung
Spaziergang

Einführung

Diese kurze Tour ist vor allem kulturell ausgerichtet. Hier tauchen wir ein in die Vergangenheit des 6. Jahrhunderts v. Chr. Die Stätte von St. Blaise ist aber auch zeitgenössisch und spiegelt die Interaktionen mit den griechischen Kolonisten wider, die Marseille gründeten.

Dies ist Teil einer grösseren Mountainbike-Tour und kann mit dieser kombiniert werden. Siehe Seen rund um St. Blaise mit dem MTB.

Die Fakten

2,5 km Gesamtstrecke

1 h Gehzeit

80 m Gesamthöhenunterschied

Orientierung einfach

Markierung 50% der Strecke

100% leichte Wege

Gefahren wackelige Steine

Kinder ja

praktisch Picknick-Zeug

notwendig Trekkingschuhe, Wanderausrüstung und Wasser

GPS-Koordinaten (WGS84) des Start- und Endpunkts 43.46474573650263,4.980755295966492

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Öffentliche Verkehrsmittel

Es gibt keine öffentlichen Verkehrsmittel, die die Stätte St. Blaise anfahren. Der Bahnhof Rassuen wird zwar häufig bedient, aber man muss von dort aus etwa 4 Kilometer über unlustige Strassen zum Ausgangspunkt gehen.Zuginformationen findet man unter TER PACA (nur französisch), suche nach Gare de Rassuen.

Zufahrt mit dem Auto

Die Anfahrt erfolgt von Arles über die N113, zunächst Richtung Marseille, dann auf die N568 Richtung Fos-sur-Mer. Folge der Beschilderung nach Istres. Kurz vor Istres biege scharf rechts Richtung Saint-Blaise ab. Fahre weiter Richtung Saint-Mitre-les-Remparts. Die Strasse führt dann zwischen einem Teich zur Linken und einem Bergrücken zur Rechten hindurch. Am Pass angekommen, befinden wir uns am Ausgangspunkt. Der Parkplatz liegt auf der rechten Seite.

Von Marseille kommend, nimm die A55 Richtung Martigues und fahre an der Ausfahrt St. Mitre ab. Folge dieser Beschilderung, bis du links die Schilder nach St. Blaise siehst. Die Strasse führt dann zwischen einem See auf der rechten und einem Hügel auf der linken Seite hindurch. Am Pass angekommen, erreichen wir den Ausgangspunkt. Der Parkplatz befindet sich auf der linken Seite.

Sinnvolle Parkplätze

Nach dem Waldbrand im Sommer 2020 wurde auf dem Pass ein neuer Parkplatz errichtet. Er befindet sich unterhalb des neuen Besucherzentrums.

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Die Kapelle St. Blaise

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Hellenistische Ringmauer der Ausgrabungsstätte St. Blaise

Tipps

Diese Wanderung ist einfach. Nach einem Besuch im Besucherzentrum kommen wir an der Chapelle St. Blaise vorbei. Anschliessend steigen wir zur archäologischen Stätte hinauf, die wir gegen den Uhrzeigersinn erkunden.

Entlang der Strecke gibt es keine Trinkwasserquelle, bringe also ausreichend zu trinken mit. Der Wind kann zu jeder Jahreszeit unangenehm stark wehen. Wir durchqueren die Zone des Waldbrandes von August 2020, die Landschaft mag trostlos wirken, ist aber auch offener als zuvor.

Alle Wasserflächen in der Region werden als Étang (Teich) bezeichnet, obwohl es sich bei geographischer und historischer Betrachtung allesamt um Seen (ursprünglich mit Süsswasser) handelt. Der Begriff Teich stammt aus den Jahrhunderten, als versucht wurde, sie auszutrocknen, um Salz zu gewinnen. Wir bleiben entweder beim französischen Namen Étang oder eben See.

Die ganze Region ist eine Zone mit hohem Waldbrandrisiko. Im Sommer aber auch in anderen Saisonen zu Zeiten mit grosser Trockenheit oder bei starkem Wind, kann der Zugang zu den Waldgebieten reglementiert sein. Folglich können die Strassen für den Verkehr gesperrt sein und/oder die Wege für Wanderer verboten werden. Aktuelle Auskunft: Karte zum Zugang zu Wäldern und exponierten Gebieten im Bouches-du-Rhône (nur französisch). Die Karte zeigt die Farben Grün, Gelb, Orange und Rot, die den Gefahrenstufen entsprechen.

Die Abschnitte

  1. Aufstieg zum Oppidum Saint-Blaise.
  2. Abstieg über die Kapelle zurück zum Parkplatz.

Abschnitt 1: Oppidum de Saint-Blaise

1,5 km ... 30 min 60 m 30 m einfach

50% leichte Wege, wenig Markierung

50% leichte Wege, ohne Markierung

Die Anhaltspunkte

  • Parkplatz St. Blaise, 25 m
  • St. Blaise Parkhaus, 30 m
  • Ausgrabungen von St. Blaise, 50 m

Ein kurzer Aufstieg durch mehr als 2000 Jahre Geschichte. Aus Gründen der historischen Genauigkeit werden wir die Kapelle zunächst ausser Acht lassen. Wir werden sie am Ende genauer untersuchen.

Das Besucherzentrum ist vom Parkplatz aus sichtbar. Es ist montags geschlossen. Ausserhalb der Hauptsaison ist das Besucherzentrum nur vormittags geöffnet. Diese Öffnungszeiten gelten auch für das Oppidum weiter oben.

Der Besuch lohnt sich, um sich einen besseren Eindruck von den später zu sehenden Ausgrabungen zu verschaffen.

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Der Henri-Rolland-Pavillon auf dem Gelände von St. Blaise

Es gibt Karten, Schilder und Informationen, die über die archäologischen Untersuchungen der Stätte hinausgehen. Man konzentriert sich zum Beispiel auf die Ségobriges, ein keltisch-ligurisches Volk, das vor der Ankunft der Griechen in der Region lebte. Man kennt sie hauptsächlich durch die Geschichten der griechischen Siedler und die Legenden, die rund um die Gründung von Marseille entstanden sind.

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Karte des Ségobriges-Territoriums

Ein dreidimensionaler Plan ermöglicht einen realistischen Blick auf die Seen rund um St. Blaise. Wir erkennen deutlich die Senken der ruhenden Gewässer und die Kuppen des umgebenden Kalksteinplateaus.

Die Darstellung ist gesüdet.Wir befinden uns auf dem Pass zwischen Citis Pond und Lavalduc Pond. Die historische Stätte liegt südlich des Passes.

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Karte der Seen um St. Blaise

Wir verlassen den Pavillon und nehmen den Betonweg nach rechts, bergauf.

Wir haben wieder einmal einen guten Blick über den Étang de Lavalduc.

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L'étang de Lavalduc rosa gefärbt durch Salzwasser

Wir gehen nun entlang einer Mauer, welche die archäologische Stätte rechts umgibt. Sie ist Teil der mittelalterlichen Befestigungsanlagen und stammt somit aus der gleichen Zeit wie die Kapelle.

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Rempart médiéval au nord du site de St. Blaise

Der Betonweg führt uns an der Kirche vorbei. Wir ignorieren sie vorerst und gehen weiter entlang der Mauer.

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Weg zur St.-Blasius-Kapelle und der gleichnamigen archäologischen Stätte

Wir kommen zum einzigen Zugang zu den Ausgrabungsstätten. Dieses Tor ist zu denselben Zeiten wie der Pavillon geöffnet. Die Stätten sind in der Regel montags geschlossen.

Die archäologische Ausgrabungen unterliegen einem ständigen Wandel. So wurde der Aussenzaun massiv über die Bergerie Graille hinaus verschoben. Die Waldbrände zerstörten einige der Schilder, brachten aber auch vergrabene Spuren zum Vorschein. Das Feuer macht die Sicht auch etwas klarer. 2023 waren die Informationen vor Ort sehr mangelhaft und einige Schilder waren sichtbar an der falschen Stelle angebracht. Beim Empfang weiter unten gibt es eine Karte des Geländes, die jedoch nicht wirklich zum historischen Verständnis des Ortes beiträgt. Ausser im Juli und August finden sonntags fachkundige Führungen statt.

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Zugang zur archäologischen Stätte St. Blaise Anfang 2023

Das Oppidum von Saint-Blaise war die Hauptstadt des Küstenstammes der Avatiques, der die Region zwischen Rhône und Marseille bevölkerte. Der Name der Hauptstadt ist nicht überliefert. Seinen Reichtum verdankte es zweifellos dem Salz der Seen, das es ausbeutete und mit seinen griechischen Nachbarn und Einheimischen handelte. Zu Beginn des 6. Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnung gab die Gründung von Marseille durch die Phokäer Saint-Blaise neuen Auftrieb. Es ist vor allem eine keltische Stadt, ein gallisches Oppidum, das fast fünf Jahrhunderte lang im Rhythmus seiner Beziehungen zur griechischen Stadt lebte. Mal als Wirtschaftspartner, mal als Konkurrent, ja sogar als Feind verfolgen die beiden Städte eine parallele Entwicklung.

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Radspuren im Felsbereich

Eine erste Mauer wurde von den Galliern in der sogenannten archaischen Zeit errichtet. Am Foto ist es diejenige oben rechts. Ein langer Niedergang folgte.

Man sieht aber auch die Basis einer gepflegteren Mauer welche uns weiter vorne noch öfters begegnen wird.

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Die hellenistische und die frühchristliche Einfriedung der Unterstadt

Das Gelände lag lange Zeit brach und diente im 19. Jahrhundert hauptsächlich als Schafweide. Hirten errichteten hier Hütten und Trockenmauerunterstände (Bories), von denen einige noch heute stehen.

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Steinhütte im frühchristlichen Wall des Oppidums

After the gate, we essentially stay to the right.

Die verschiedenen Mauerarten sind auf dem Gelände allgegenwärtig.

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Hellenistischer Wall im Nordosten

Im 2. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung kamen die Griechen in die Region und gaben neue wirtschaftliche Impulse. Die Gallier übernahmen den Baustil der Griechen von Marseille. Das Ergebnis sind die gleichmässigeren Mauerabschnitte.

Der griechische Wall bildet mit seiner mehr als 400 Meter langen Linienführung den monumentale Überbau der früheren einheimischen Mauern. Geschützt durch eine Vordermauer umfasst er drei Türme und drei Vorsprünge, die elf Wehrgänge mit einer Breite von zwei bis drei Metern einrahmen. Er wird von einem Haupttor in der Unterstadt und zwei Pforten in der Oberstadt durchbrochen.

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Griechischen Stadtmauer in der Unterstadt

Die Installationen sind eindeutig defensiv. Obwohl es zwischen dem gallischen St. Blasius und den griechischen Kolonien Marseille einen bedeutenden Austausch gab, waren dies auch Zeiten akuter Rivalität mit Konflikten zwischen all diesen ethnischen Gruppen.

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Mauer der hellenistischen Stätte von St. Blasius

Die antiken Strukturen sind teilweise zerstört, und es ist nicht klar, ob es sich um einen Durchgang oder um einen Abschnitt einer eingestürzten Mauer an einer Stelle, an der Mauern zusammenliefen oder um eine Erweiterung des Areals handelte.

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Durchgang durch die frühchristliche Anlage von St. Blasius

Am Ende des 2. Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnung wurden die gallischen Standorte hier wie anderswo endgültig von römischen Truppen zerstört, die vom griechischen Marseille als Verstärkung herangezogen wurden.

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Die Unterstadt von St. Blasius

Die Gebäude in der Oberstadt sind solide gebaut. Der Grundsteintyp mit Einkerbungen zur Verankerung der Mauerteile und Türöffnungen ist erkennbar. Ähnliche Beispiele finden sich etwa in Pompeji.

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Der Chor der frühchristlichen Kirche von Ugium am Eingang zur Unterstadt

Im nördlichen Teil des Geländes kollidieren die gegenwärtige Nutzung und die dortigen Grundstücke mit den Ausgrabungen der antiken Stätte. Unter dem Olivenhain dürften sich mit Sicherheit weitere Überreste befinden.

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Olivenhain in der Unterstadt der St.-Blasius-Stätte

Am Ende der Unterstadt biegen wir links ab, um den Hügel hinaufzusteigen. Dieser Weg führt uns durch einen Teil der Überreste der sogenannten Oberstadt.

Die Oberstadt ist an einem Hang erbaut und mit Terrassen versehen. Vermutlich handelte es sich dabei um Wohnterrassen, da es in dieser Höhe kein Wasser für den Anbau von Gemüsegärten gibt.

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Terrassen der Oberstadt der St.-Blasius-Stätte

Das Gelände weist deutliche Spuren intensiver Nutzung und auch Änderung der Nutzung auf.

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Frühchristliche Bauten unterhalb der Oberstadt der St.-Blasius-Stätte

Der obere Teil des Geländes ist wieder sehr flach. Es sind keine Spuren von Bauwerken sichtbar, was aber nicht unbedingt etwas bedeuten muss. Auch hier müssen sich Verteidigungsmauern befunden haben, da der Hang zum Étang de Lavalduc allein keinen ausreichenden Schutz bietet.

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Plateau der Oberstadt der St.-Blasius-Stätte und der Étang de Lavalduc

Über das bewaldete Plateau kommen wir zum oberen Rand der Felskante über dem Étang de Lavalduc.

Nach diesem Panoramaausblick kehren wir zum bewaldeten Plateau zurück und halten uns dabei etwas links vom Felsrand.

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Étang de Lavalduc vom Plateau der Oberstadt gesehen

Auf diesem Plateau befindet sich auch die Oberstadt von St. Blaise. Sie stammt aus der sogenannten hellenistischen Zeit, also aus dem 2. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung. Weiter unten bleibt zwischen den Häusersockeln eine Strasse sichtbar.

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Hauptachse im südlichen Teil der Oberstadt

Was verbirgt sich hinter diesem Zaun aus einer anderen Zeit?

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Zaun um den rechteckigen Brunnen im südlichen Teil der Oberstadt

Zwischen diesen Hausbasen befindet sich dieser Brunnen mit rechteckigem Querschnitt.

Dieser Brunnen ist ziemlich tief und führt wahrscheinlich bis zum Niveau der Salzseen, die damals Süsswasserseen waren.

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Rechteckiger brunnen im südlichen Teil der Oberstadt

Diese Gasse sieht nicht 2000 Jahre alt aus.

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Strasse im südlichen Teil der Oberstadt des St. Blasius-Geländes

Der südliche Vorsprung ist durch vier Arten von Verteidigungsanlagen gekennzeichnet. Da ist zum einen die steile natürliche Felswand, die besser bearbeitete Steine stellen die griechischen Befestigungsanlagen dar, weiter in der Mitte liegen die früheren gallischen Befestigungsanlagen und noch weiter in der Mitte die spätantike Verteidigungsanlage.

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Hellenistische Mauer des südlichen Vorsprungs des Oppidums von Saint-Blaise

Dekorative Zinnen finden sich an verschiedenen Stellen. Auch sie stammen aus der griechischen Antike.

Ganz hinten sehen wir, dass die Gegenwart mit den Raffinerien von Fos-sur-Mer immer noch sehr stark vom Öl abhängig ist.

Wir befinden uns hier am südlichen Endpunkt der Tour. Wir könnten noch einige Felsengräber etwas weiter vorn besichtigen, aber ansonsten werden wir nun den den Rückweg antreten.

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Zinnverzierungen der St.-Blasius-Anlage

Abschnitt 2: Retour et la chapelle

1 km ... 30 min 20 m 50 m einfach

50% leichte Wege, ohne Markierung

50% leichte Wege, wenig Markierung

Die Anhaltspunkte

  • Ausgrabungen von St. Blaise, 50 m
  • Kapelle St. Blaise, 50 m
  • Parkplatz St. Blaise, 25 m

Am Rückweg schauen wir zur Chapelle St. Blaise, die zugleich das historische Ende der Besiedlung des Ortes im 14. Jahrhundert markiert.

Von der Spitze des südlichen Vorsprungs aus können wir weiter entfernt in den Felsen gehauene Gräber sehen. Man kann dorthin gelangen, indem man die Böschung hinuntergeht.

Dieses Foto stammt aus dem Jahr 2023, wurde also nach dem Brand 2020 aufgenommen.

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Blick auf die Felsennekropole des Oppidums von Saint-Blaise

Südlich und östlich der Stadtmauer befindet sich eine grössere Anzahl an Gräbern. Manchmal in kleinen Familiengruppen angeordnet, wurden sie aus dem Felsen gehauen und mit flachen Steinen bedeckt. Aufgrund ihrer Merkmale und einiger ausgegrabener Gegenstände wurden diese Bestattungen der westgotischen Zeit zugeordnet (4. bis 5. Jahrhundert unserer Zeitrechung).

Es handelt sich um die gleichen Gräber wie oben, das Foto stammt aber aus dem Jahr 2019, also vor dem Brand von 2020.

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Paläochristliche Gräber in der Nähe des Stalls Graille

Nach den Gräbern kehren wir zum Oppidum zurück.

Im östlichen Teil ist die Wehrmauer besser erhalten.

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Griechischer Wall aus dem 2. Jahrhundert vor unserer Zeit

Wir kommen auch an Turmbasen vorbei, deren Funktion noch nicht geklärt ist.

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Sockel eines Turms in der griechischen Mauer aus dem 2. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung

Diese Friese sind seltene Beispiele für sorgfältig gefertigte Dekorationselemente.

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Verwitterte Friese des Walls des Oppidums St. Blasius

Von oben kommend haben wir nun einen weitläufigeren Blick auf die alte Unterstadt.

Wir verlassen das Gelände durch das untere Tor und gehen zurück zur Kapelle.

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Blick auf die Unterstadt

Wenn wir näher auf der Seite des Geländers bleiben, können wir den Étang de Citis sehen, einen fast Süsswassersee, der genauso geschützt und verwaltet wird wie der Étang du Pourra weiter im Süden.

Der Étang de Citis wurde auch in eine Saline umgewandelt und trocknete manchmal auch auf natürliche Weise aus. Aber heute wird das Niveau mit einer gewissen Variabilität beibehalten.

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Chapelle St. Blaise und Étang de Citis

Nach Jahrhunderten der Vernachlässigung wurde Saint-Blaise zu Beginn des 5. Jahrhunderts wieder besiedelt und befestigt. Wie überall in der Provence markiert das Ende der Antike die Neugruppierung von Gemeinschaften, die früher in zahlreichen kleinen Lebensräumen verstreut waren.

Die romanische Kapelle aus dem 12. Jahrhundert besitzt eine nach Nordosten ausgerichtete Apsis.

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Chapelle St. Blaise

Zwischen dem Ende des 9. und dem 11. Jahrhundert wurde eine zweite Kirche mit den Überresten eines Vorgängerbaus errichtet und rund um die Apsis wurden Gräber angelegt. Wir können die Grundmauer dieser Kirche vor der heutigen Kapelle sehen.

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Chapelle St. Blaise

Zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert belegen Texte den Namen Ugium der Stadt. Die Haupttätigkeit beruhte nach wie vor auf der Salzgewinnung aus den Seen.

Im 12. Jahrhundert wurde schliesslich die heutige Kapelle errichtet und mit ihr der umliegende Friedhof verlegt. Es ist das religiöse Zentrum des Castrum de Castelveyre, das sich zwischen der Kirche und dem Parkplatz darunter befand.

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Chapelle St. Blaise und die Grundmauern des Vorgängerbaus

Die Kapelle hiess ursprünglich Notre-Dame-de-Castelveyre und diente als Pfarrkirche. Sie wurde im 13. Jahrhundert dem Heiligen Blasius geweiht. Nachdem der Ort nach der Zerstörung von Ugium und Castelveyre durch die Truppen Raimunds von Turenne im Jahr 1390 verlassen worden war, wurde sie zu einem kleinen ländlichen Priorat.

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Chapelle St. Blaise

Die Fassade der Kapelle wurde 1608 renoviert.

Am Fusse des Chors der Kapelle liegt der Archäologe der Stätte, Henri Rollan (1887-1970). Das Besucherzentrum trägt seinen Namen.

Die Gräber rund um die Kapelle sind jünger als die in den Fels gehauene Nekropole. Diese Sarkophage befinden sich sowohl um die alte als auch um die neue Kapelle.

Wir haben diese kurze Runde nun beendet. Jetzt müssen wir nur noch zum Ausgangspunkt in der Nähe des Henri-Rolland-Pavillons zurückkehren.

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Ausgegrabene Gräber um die St.-Blasius-Kapelle

Quelle und weiterführende Info

Mit guten topographischen Wanderkarten ist man besser unterwegs: Diese Tour befindet sich auf der Karte IGN "Étang de Berre, Istres, Marignene, Martigues", Massstab 1:25000, 3144OT.

Wenn du dich nicht mit einer Papierkarte herumschlagen willst, kannst du auch auf Karten-Apps am Handy zurückgreifen. Einerseits handelt es sich um die App Cartes IGN des amtlichen Kartendienstes. Allerdings benötigt es Zugang zum Datennetz und das ist in Schluchten oder abgelegenen Orten manchmal schwierig.

Alternativ kann man Apps nutzen, die Daten direkt auf dem Gerät speichern. Sie sind im Allgemeinen nicht kostenlos, kosten aber nicht viel. Wir verwenden hauptsächlich OSMAnd, Hier ist es möglich, Konturlinien, Reliefschattierungen, Markierungen und andere hinzuzufügen. Um diese Daten auf dem Handy zu speichern, benötigt man viel Platz.

Natürlich braucht es auch Zugang zu Satelliten für das GPS-Signal mit jeder App. In einigen Schluchten ist dies nicht der Fall. Verlasse dich daher nicht auf die angezeigte Position, sondern lies die Karte auf dem Handy so, wie du sie auf Papier lesen würdest. Die meisten Apps sind für Android und iPhone verfügbar. Die Anwendungen ermöglichen es in der Regel, die zurückgelegte Strecke aufzuzeichnen und auch die angebotenen GPS-Dateien zu jeder unserer Wanderungen einzublenden.

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Seiteneingang der St.-Blasius-Kapelle

Hinweis

Die Informationen zu diese Wanderung wurden mit grösster Sorgfalt 2024 erhoben. Trotzdem erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Solltest du Fehler finden, kontaktiere bitte den Autor der Webseite, Danke!