Wanderung abseits der ausgetretenen Pfade von Provence-Guide.net - [de|fr]

Sénanque, Gordes, Village de Bories und zurück nach Sénanque durch die Schlucht der Sénancole

Kulturelle aber auch körperlich anspruchsvolle Tageswanderung

Typ
Wanderung
Schwierigkeit
einfach
Dauer
3 h 45 min
öffentliche Verkehrsmittel
ja
Rundtour
ja
Schutzhütte
Ortschaft
Ausrüstung
Bergausrüstung

Einführung

Man kann diese Tour grundsätzlich an allen Stationen beginnen, die Beschreibung startet jedoch im Norden in Sénanque und führt im Uhrzeigersinn weiter. Die Gründe sind folgende: Schatten im Aufstieg vom Kloster (auch im Hochsommer wenn man vor 9 Uhr startet), Ankunft in Gordes lange vor Mittag, um sich mit guten Produkten für die Jause zu versorgen (Markt im Sommer am Dienstag), zum Village de Bories geht man wenn alle Mittagessen, also ist dort und auf der Strasse weniger los, Mittagsrast mit Möglichkeit zur Siesta auf den alten Terrassen in der Schlucht. Und den längsten Marsch heben wir uns für das Ende auf. Wenn man lange genug gevespert und gedöst hat, dann gibt es auch in der Schlucht am Nachmittag wieder genug Schatten. Man muss es sich nur gut gehen lassen!

Die Fakten

7,6 km Gesamtstrecke

3 h 45 min Gehzeit

290 m Gesamthöhenunterschied

Orientierung einfach ausser in der Schlucht

Markierung 55% der Strecke

35% ruhige Nebenstrassen

30% leichte Wege

10% Feldwege

10% Landstrassen

5% Nebenstrassen in der Stadt

5% mittelschwere Wege

Gefahren bei Gewitter nicht in die Schlucht einsteigen

Kinder nur wenn sie entsprechende Geherfahrung haben

praktisch Picknick-Zeug

notwendig Bergschuhe, Wanderausrüstung und Wasser

GPS-Koordinaten (WGS84) des Start- und Endpunkts 43.930647,5.189106

Downloads GPX, KML (Rechtsklick, speichern unter...)

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Kloster von Sénanque vom Weg nach Gordes gesehen

Öffentliche Verkehrsmittel

Nur Gordes ist direkt öffentlich erreichbar: fünf Busse pro Tag auf der Linie zwischen Cavaillon und Roussillon, Informationen unter PACA Mobilité (auch deutsch, Liniennummer 15.3 unter Zeitplan suchen).

Zufahrt

Sénanque und Village des Bories sind einfach von Gordes zu erreichen und gut angeschrieben. Die enge Strasse (D117) zwischen Gordes und Sénanque ist im Sommer eine Einbahn. Um nach Gordes zurückzukommen muss man einen Umweg in Richtung Murs fahren.

Sinnvolle Parkplätze

Bei Sénanque und beim Village des Bories gibt es ausreichend und zudem kostenlose Parkplätze. Es ist besser nicht in den Ort Gordes zu fahren, Parkplätze sind dort in der Hochsaison Mangelware und auch gebührenpflichtig.

Tipps

Wegen der Länge der Tour ist ein Besuch des Klosters von Sénanque nicht empfehlenswert. Es ist besser, dies an einem anderen Tag zu machen. An christlichen Feiertagen, z.B. zu Ostern, kann hier sehr viel los sein. Die einstündige zwingende Führung ist für Kinder nur bedingt interessant.

Die Abschnitte

  1. Einfach zwischen Sénanque und Gordes (gut markierter GR-Fernwanderweg).
  2. Anschliessend ebenfalls einfach zum Village des Bories, hier weniger Schatten.
  3. Schwieriger in Sachen Orientierung und Gelände, einige Markierungen können fehlen. Der Weg im zweiten Teil der Schlucht kann leicht verwachsen sein.

Im Sommer ist es im ganzen Verlauf sehr heiss In der Schlucht gibt es in der Regel keinen Tropfen Wasser, ebenso wenig im restlichen Verlauf der Tour. Trinkwasser gibt es nur in Sénanque (Eingangsbereich des Klosters), in Gordes und beim Village de Bories (Toiletten bei der Kasse). Verpflegen kann man sich nur in Gordes, in Sénanque und beim Village des Bories gibt es nicht mal Snacks.

Abschnitt 1: Sénanque - Gordes

2,9 km ... 1 h 70 m 105 m einfach

65% leichte Wege, mit Markierung

10% ruhige Nebenstrassen, mit wenig Markierungen

25% Landstrassen, mit wenig Markierungen

Die Anhaltspunkte

  • Sénanque, 385 m, Startpunkt beim Parkplatz
  • Wegweiser an der D117, Côte de Sénancole 460 m, höchster Punkt
  • Wegweiser La Rougière, 370, Vorort von Gordes
  • la Combe, 325 m, Taleinschnitt direkt vor Gordes
  • Gordes, 350 m, sehenswerter Ort und Einkaufsmöglichkeit

Anstieg zur Stadt über den alten Verbindungsweg.

Der ansteigende Weg startet in der Mitte oder am unteren Ende des Parkplatz. So gelangt man auf den alten Verbindungspfad nach Gordes. Wir überqueren die sonst für den Verkehr gesperrte Versorgungsstrasse der Anlage. Der Weg steigt weiter an, man bleibt jedoch zuerst weit unter der Strasse nach Gordes. Nach einigen störenden Bäumen öffnet sich der Blick auf die Klosteranlage (Bild oben). Hier hat man einen weit besseren und ruhigeren Standplatz als oben auf der Strasse, wo man nur ganz kurz stehen bleiben kann.

Wenn man vor 9 Uhr startet, bleibt man im Anstieg hier immer im kühlen Schatten, auch im Hochsommer.

Photo © mit freundlicher Genehmigung übernommen von: Alex Medwedeff (Quelle)

Wegweiser auf der Côte de Sénancole

Die Markierungen sind hier gut. ("Côte" bedeutet "Hangschulter")

gorges = Schlucht

Der Weg erreicht oben die erwähnte Strasse von Gordes nach Sénanque, die ihr vielleicht für die Zufahrt benutzt habt. Man muss hier in Marschrichtung weitergehen (nach Gordes). Nach rund 100 m verlassen wir die Strasse wieder nach rechts und nehmen die zuerst etwas chaotisch anmutende Schotterstrasse (Wegweiser Côte de Sénancole, 460 m, nach Gordes, La Rouguière).

Das Bild zeigt die Schlucht der Sénancole von der Hangschulter.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Schlucht der Sénancole, unser Rückweg

Der Wanderweg ist eindeutig und gut markiert, wir lassen einige andere Wege links und rechts liegen. Auf 427 m Seehöhe wird eine Schotterpiste gequert.

Es geht immer weiter in Richtung Südosten, und der Weg führt nun zwischen Trockenmauern abwärts. Man sieht mehrere Bories (Trockensteinhütten) in der Nähe des Wegs. Das sind die ersten dieser Rundtour, aber sicher nicht die letzten. Dieser Abschnitt ist angenehm und malerisch, da uns hier alle möglichen Arten des Baus von Trockenmauern begleiten.

Nach einer Viertelstunde merkt man, dass man zur Hautpstrasse kommt und in die lautere Zivilisation eintaucht.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Weitwanderweg am alten Pfad von Sénanque nach Gordes

Der gemütliche Pfad zwischen Steinmauern macht einen Rechtsknick, und schon geht es steil und holprig abwärts über einen Abschnitt, wo alte Karrenspuren gut zu erkennen sind. So gelangt man auf Asphalt, der uns nun länger begleiten wird (Wegweiser, 370 m, nach Gordes), hier unten links halten. Man schleift so in die viel befahrene D117 ein, der wir weiter in Richtung Gordes folgen (rechts abbiegen). Wir sind nun im Ortsteil La Rouguière. Einige Maulbeer- und Feigenbäume sind hier ab Ende August reif und können den sonst weniger netten Abschnitt versüssen.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Alter Karrenweg

Nun gut auf der linken Strassenseite nach rot-weissen Markierungen Ausschau halten. Es gibt eine Abkürzung kurz nach und gegenüber dem Hôtel du Domaine de l'Enclos. Wenn man diese versäumt, ist es auch nicht schlimm, dann geht man die Strassenkehre aus, indem man die erste grosse Strasse links nimmt. Auf der Route de la Combe kommen wir am zentralen Parkplatz (meist voll) von Gordes vorbei und steigen weiter zum Dorfzentrum an. Dabei kommt man bei einigen netten aber teuren Hotels vorbei.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Place de la Mairie in Gordes, mittags leer

calade = Pflaster
église = Kirche
château = Burg

Kurze Besichtigung von Gordes: Das Dorf zählt zur Vereinigung der Schönsten Dörfer Frankreichs. Sehenswert ist die Burg im Zentrum, die Kirche (das Innere verdeckt allerdings die Grundmauern des 13. Jahrhunderts), Kapellen und die Strassen "en calade", eine regionale Art Pflastersteine hochkant einzusetzen um steilere Strassen befestigen zu können. Markt ist Dienstags zwischen Ostern und Allerheiligen.

Von der Burg geht man über die Rue de l'Église abwerts zu den "caves" (Kellergewölben) und zum angeschriebenen "point de vue" (Aussichtspunkt). Die Aussicht ist nicht allzu berauschend, allerdings spazieren wir hier auf einer sehr schönen Calade.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Calades auf der Rue du Belvédère

Abschnitt 2: Gordes - Village de Bories

2,9 km ... 50 min 50 m 105 m einfach

15% Nebenstrassen in der Stadt, mit mangelhafter Markierung

85% ruhige Nebenstrassen, ohne Markierung

Die Anhaltspunkte

  • Gordes, 350 m, sehenswerter Ort und Einkaufsmöglichkeit
  • la Combe, 294 m, Taleinschnitt beim Verlassen vor Gordes
  • Wegweiser Bel Air (an der D15), 315 m, Vorort von Gordes
  • Les Grangiers, 265 m, Weiler von Gordes
  • Village de Bories, 290 m, Freiluftmuseum (keine Imbisse!)

Gordes in Richtung Village des Bories verlassen, leider entlang der Strasse.

Vom Belvédère wieder zurück bergauf und links in die Rue de la Porte de Savoie abzweigen. Hier entlang einiger schönen Häuser bergab (nun heisst sie Rue Jean Deyrolle) und so weiter bis in den Taleinschnitt. Unten angekommen folgen wir dem Hinweisschild "Point de vue" (Aussichtspunkt) aufwärts und nicht den anderen Markierungen, die abwärts führen. Die Betonstrasse führt zwischen netten Gärten zum besagten Aussichtspunkt. Entlang dieser kleinen Strasse, wo sich keine Autos hinverirren, hat man immer wieder gute Ausblicke auf Gordes, seine Villen und Hotels mit den Gartenanlagen. Man ist jedoch nicht hoch genug, um auch die Burg zu sehen. Das Photo wurde dort aufgenommen.

Wir gehen weiter hinauf und kommen so ohne abzubiegen auf die Hauptstrasse D15, hier sieht man im Sommer Autotouristen verzweifelt Parkplätze suchen. Wir queren schräg die grosse Strasse und gelangen so in eine Gasse mit einem Sackgassenschild. Links befindet sich ein Wegweiser und rechts wird die Strasse durch eine Trockenmauer begrenzt. Nach einigen Metern herrscht Fahrverbot für Autos und nun gibt es beidseitig hohe Steinmauern, die schicke Villen verstecken. Kurz sieht man links die D15, wir gehen aber weiter geradeaus bis zum Weiler Les Grangiers (Wegweiser zum Village des Bories), hier rechts halten (der GR-Weitwanderweg Les Monts du Vaucluse geht gerade weiter).

Nun gibt es keine brauchbare Alternative zur Zufahrtsstasse zum Museum. Ein paar Autos werden uns hier auf den nächsten Kilometer überholen. Wenn man allerdings in Sénanque um 10 Uhr gestartet ist, ist nun Mittag knapp vorbei, und es wird wenig Autos geben. Einige Bories sind im Wald versteckt, aber die Strasse bleibt eine fade Angelegenheit. Andere Wege würden jedoch weit mehr Gefälle aufweisen ohne wirklich ans Ziel zu führen.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Gordes von Bel Air gesehen

Besichtigung des Freilichtmuseums Village des Bories: Eintritt für Erwachsene EUR6.-, das ist etwas teuer wenn man die mangelnde Dokumentation betrachtet. Aber so muss man nicht in irgendwelche Bories in den Feldern klettern, die ausserdem meist in Privatbesitz sind. Die einzelnen Arten von Bories sind kurz vorgestellt, die Besichtigung ist frei.

Die Bories stehen auf einem kahlen Kalkplateau. Im Sommer gibt es kaum Schatten ausser in den Steinhäusern selber. Wenn du nun einen Picknick-Platz suchst, siehe im weiteren Abschnitt!

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Im Village des Bories bei Gordes

Abschnitt 3: Village des Bories - Gorges de la Sénancole - Sénanque

1,8 km ... 2 h 170 m 80 m einfach

30% leichte Wege, mit mangelhafter Markierung

45% Feldwege, ohne Markierung

20% mittelschwere Wege, mit alter Markierung

Die Anhaltspunkte

  • Village de Bories, 290 m, Freiluftmuseum
  • Sénancole, 230 m, trockenes Bachbett
  • Talverzweigung, 265 m, rechts halten
  • Schlucht, immer bestmöglichen unteren Pfad nehmen
  • Abbaye de Sénanque, 380 m, sehenswert (keine Imbisse!)
  • Parkplatz des Klosters, 385 m, Ende und zurück am Ausgangspunkt

Achtung! Nicht bei Gewitterneigung in das Tal der Sénancole absteigen, das sonst immer trockenliegende Tal kann sich schnell mit Wasser füllen. Der Fall tritt nur sehr selten ein und noch weniger im Sommer, aber man sei besser gewarnt. Das Tal wurde ja durch Wasser geschaffen und sein Einzugsgebiet ist recht gross. Die Schlucht ist nur an wenigen Stellen sehr eng, man kann also immer auf Anhöhen flüchten, aber das Gelände bleibt abseits des Talbodens steinig und unwegsam. Auch nur ein wenig Wasser von vorangehenden Regen im Bachbett kann störend sein, immerhin muss man mehrmals das Bachbett queren. Die einzigen brauchbaren Ausstiege aus der Schlucht bei Problemen sind folgende:

  • Auf der Höhe des Village des Bories, 245 m: rechts am markierten Weg wieder zum Village des Bories ansteigen.
  • Bei der Talverzweigung, 265 m: hier besteht ebenfalls die Möglichkeit scharf rechts wieder aufs Plateau zu kommen und über Juverde Basse nach Gordes zu gelangen. Von der Talverzweigung aus kann man auch links in die Grande Combe abzweigen und später aus dieser Schlucht nach Westen aufsteigen (immer links halten), dies bringt einen aber recht weit von der Zivilisation weg.
  • 500 m nach der Talverzweigung, 290 m: markierter Weg rechts hinauf nach Les Dilais: man kommt so zurück auf den Abschnitt zwischen Sénanque und Gordes.
Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Pfad auf den alten Terrassen im Tal der Sénancole

Man findet hier noch Bäume aus der Zeit als diese Terrassen noch bewirtschaftet waren.

ferme = Bauernhof
GR = Weitwanderweg
hab. troglodytes = Felswohungen

Um in die Schlucht der Sénancole zu gelangen: vom südlichen (unteren) Parkplatz gerade aus bergab nach Süden gehen. Eine alte gepflasterte Strasse führt über einen bewaldeten Rücken abwärts und an einem alten Bauernhof vorbei. Kurz vor dem Talboden rechts auf einen Pfad abzweigen (weiter unten folgt eine weitere Verzweigung mit dem GR-Weiterwanderweg Tour des Monts de Vaucluse). So gelangen wir von unten in das Tal der Sénancole.

Nun den gelben, manchmal auch blauen Markierungen folgen. Man geht auf alten Kulturterrassen, zuerst rechts des Bachbetts. Einige Trockensteinbauten und auch eine grosse verbaute Halbhöhle sind links auszumachen. Zu all diese Ruinen führen Seitenwege hin, aber es herrscht überall grosse Einsturzgefahr!

Ausgehend vom Village de Bories gibt es einen anderen markierten Weg in die Schlucht. Er führt zunächst nach Westen und erreicht dann die Talverzweigung (siehe unten). Er ist kürzer, hat aber das Manko nicht an den alten Terrassen vorbeizuführen, dabei kann man hier so toll rasten und Mittagsschläfchen halten. Bei den Höhlenwohnungen würde man auch nicht vorbeikommen.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Maison de la Croix des Baux

Kurz nach der verbauten Halbhöhle auf der linken Talseite folgt direkt rechts neben dem Weg ein altes Wein-Steinbecken (Photo), das ursprünglich von einer Borie überdacht war. Man presste vor Ort die Weintrauben und fing darin den Most auf. Der Most wurde hier nicht gelagert, aber er war einfacher (weil weniger) zu transportieren als die ungepressten Trauben. Im Département Vaucluse gibt es noch viele auch besser erhaltene so genannte "cuves vinaires rupestres".

Der Weg wechselt öfters die Talseite, aber die Sénancole sollte immer trocken sein. Trotzdem auf Gewitter achten und gegebenenfalls aussteigen!

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Steinbecken für Most in der Sénancole

grotte = Höhle
combe = Schlucht

Im Tal ist es schwer, sich zu verlaufen. Allerdings gibt es rund 1 km nach dem Einstieg eine wichtige aber schlecht markierte Schlüsselstelle. Es handelt sich um eine Talverzweigung, ein markanter Felsen (Photo) kennzeichnet diesen Bereich. Auch überschreitet man an dieser Stelle eine kleine Fundamentmauer, die den Weg quert. Hier muss man sich rechts halten, das Bachbett queren und auf das andere Ufer kraxeln (je nach Ausspülungsgrad). Links gibt es einen viel bequemer wirkenden Weg, dieser führt aber in ein falsches Tal (Grande Combe). Erst wenn man am anderen Ufer steht, sieht man den Wegweiser.

Photo © mit freundlicher Genehmigung übernommen von: Veronika Schnablegger (Quelle)

Markanter Felsen an der Talverzweigung

Links das Tal der Grande Combe (weiter hinten Combe de Douin) und rechts geht es in die Schlucht der Sénancole.

Nach der Verzweigung der Täler braucht man nur dem weiteren Talverlauf folgen. Das Tal verjüngt sich immer wieder. Kurz nach der Verzweigung folgt rechts eine kleine Durchgangshöhle (Photo), die man einfach durchschreiten kann.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Kleine Durchgangshöhle im Tal der Sénancole

Einige Minuten später, wenn das Tal einen Bogen nach links macht, zweigt ein Weg nach rechts ab, quert das Bachbett und steigt anschliessend recht schnell an. Das ist ein markierter Wanderweg, der über Les Dilais nach Gordes oder Sénanque über das Plateau führt. Hier nicht aufsteigen sondern im Tal bleiben!

In einem engen Talabschnitt hat sich die Sénancole in die Seitenwand gegraben und einen überhängenden Abschnitt im Kalk geschaffen. Die alte Steinmauer zeugt davon, dass Hirten hier früher ihre Tiere zusammenpferchten (Photo).

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Grosse Halbhöhle in der Schlucht der Sénancole

Der Weg wechselt öfters die Seite, steigt öfters relativ hoch auf der linken Talseite an, jedoch selten am rechten Talhang (wo nur der Weg nach Les Dilais hochgeht). Wir bleiben weiter im Tal, der Weg ist jetzt definitiv nicht mehr für Turnschuhtouristen empfohlen, gute Bergschuhe bieten den besten Halt. Sparsame Markierung mit blauen Punkten.

Photo © mit freundlicher Genehmigung übernommen von: André M. Winter (Quelle)

Wanderer auf einer kleinen Schutthalde

Alle Bachübergänge müssen gefurtet werden, aber es gibt so gut wie nie Wasser in der Sénancole. Bitte trotzdem die Warnhinweise am Anfang des Abschnitts beachten!

Wir hatten hier versucht, direkt im Bachbett zu gehen, dorniges Gebusch vereitelte aber schnell den Versuch.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Der Weg kreuzt abermals das Bachbett

Hier gibt es keinen offiziellen Wanderweg mehr, aber der Weg ist blau markiert und wahrscheinlich durch Jäger gut frei gehalten. Es gibt hier stachelige Macchia, aber wir kamen auch in kurzen Hosen und T-Shirts ohne viel Kratzer durch.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Weg in der Sénancole südlich von Sénanque

Manchmal steigt der Weg im Fels an, diese Abschnitte sind aber immer kurz und nicht sehr hoch. So umgeht man hohe Stufen im Talboden oder zu stark verwachsene Abschnitte.

Man gelagt auf dem weg von Süden zum Kloster von Sénanque, jedoch gibt es hier keinen offiziellen Eingang. Die Anlage wird rechts umgangen bis man zum Haupteingang und am Parkplatz dahinter zu unserem Ausgangspunkt zurück kommt.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Wanderin auf einem kurzen felsigen Übergang

Besuch der Abbaye de Sénanque: EUR7.- für Erwachsene, keine freie Besichtigung, die fachlich gute Führung dauert über eine Stunde, ist also nichts für Kinder. Achtung, in der Nebensaison sind die Öffnungszeiten stark eingeschränkt.

Quelle und weiteführende Info

Mit guten topographischen Wanderkarten ist man besser unterwegs: Diese Tour befindet sich auf der Karte IGN "Cavaillon, Fontaine-de-Vaucluse, Parc naturel régional du Luberon", Massstab 1:25000, 3142OT.

Photo © mit freundlicher Genehmigung übernommen von: Veronika Schnablegger (Quelle)

Abbaye de Sénanque ohne Lavendelfeld

Im Jahr 2009 wurden die alten Lavendelstöcke ausgerissen und in diesem Jahr liess man auch die Erde ruhen. Seitdem wurden wieder junge Stöcke gepflanzt.

Die Informationen zu dieser Wanderung wurden mit grösster Sorgfalt 2009 erhoben. Trotzdem erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Solltest du Fehler finden, kontaktiere bitte den Autor, Danke!